»Call for papers« tekom-Tagung 2010

Morgen, Freitag 12.3.2010, ist der Abgabetermin für Vorschläge zur diesjährigen tcworld 2010 oder eben tekom Jahrestagung 2010. Ich habe meine gestern Abend fertig gestellt… Wollen Sie nicht auch einmal?

Schriften beißen nicht

…sind aber um Einiges komplexer »herzustellen« als noch vor 20 Jahren, wenn man technisch sauber arbeiten möchte.

Am gestrigen Sonntag nahm ich an einer Fortbildung der Typographischen Gesellschaft München teil, die seit vielen Jahren neben Vorträgen auch Weiterbildungen anbietet. Diesmal ging es um die Arbeit mit dem führenden Font-Werkzeug FontLab.

Meine eigene Historie im Bearbeiten von Schriften reicht zurück ins Jahr 1990, als ich mit Altsys Fontographer (von Altsys stammte auch Freehand, dass aber von Aldus vermarktet wurde) einen Font mit Musiknotensymbolen namens Susato erstellte. Den brauchte ich für meine damalige Tätigkeit als Notensetzer, da mir die Adobe Sonata zu statisch/technisch für Liederbücher erschien. In späteren Jahren (vor Unicode!) habe ich dann noch Fonts ertüchtigt um slowakische Texte zu setzen, oder aus vielen Einzelschnitten (CE, CYR, Baltic) einen umfassenden Unicode-Font zusammengebaut. Ein zwischenzeitliches Update auf FontLab 3 hielt mich auf dem Stand der Technik, allerdings bin ich bislang das Upgrade zu FontLab Studio 5 nicht mitgegangen. Die Unterstützung für OpenType-Features lockt mich nun aber doch…

Abgesehen von den zahlreichen Fleißaufgaben, denen sich ein Schriftgestalter heute stellen muss Weiter lesen »

Migration zu XML-strukturierten Dokumenten

Der prinzipielle Ablauf der Migration Format-basierter zu XML-strukturierten FrameMaker-Dokumenten ist dieser:

  1. Entwurf und Optimierung einer Konvertiertabelle: Hier wird für jedes FrameMaker-Objekt ein entsprechendes Element festgelegt
  2. Anwenden dieser Konvertiertabelle: Wenn Sie bei 1. gründlich waren, entstehen Dokumente mit einem definierten Highest Level Element
  3. Laden der gewünschten Elementdefinitionen
  4. Reparieren aller noch vorhandenen Fehler

Letzteres wird zum Beispiel nötig, wenn Abbildungen und Warnmeldungen bislang mit Tabellen aufgebaut waren, dies aber im strukturierten Template nicht mehr der Fall ist. Da können sehr viele Aktionen anstehen.

Bislang habe ich in solchen Fällen Skripte geschrieben, jetzt aber mache ich das mit dem Plug-in FrameSLT und dessen Funktion Node Wizard Scripts. Es handelt sich hier um XPath-basierte Element- und Attributaktionen, die nahezu jegliche Modifikation der Dokumentstrukturen erlauben. In einem aktuellen Projekt (ca. 1.200 Seiten, 32 Kapitel) waren es einmal über 20.000 Aktionen:

Bei solchen Volumina ist ein C-Plugin auch signifikant schneller als ein Skript es wäre! Aber das allerschönste ist die Notation der Aufgabenstellung mit XPath-Ausdrücken, die damit eine wunderbare Präzision bekommen.

Live in Nürnberg: FrameMaker 9 und Ergänzungen

tekom-Logo

Seit der Einführung von FrameMaker 9 im Januar 2009 ist mittlerweile genügend Zeit vergangen, es hat drei Patch-Releases gegeben, auch auf der tekom-Tagung im November 2009 in Wiesbaden wurden etliche Lösungen mit FrameMaker 9 vorgestellt. Es gibt also konkrete Projekte und Erfahrungen zu berichten. Als Baustein in teilweise recht komplexen Dokumentationsprozessen steht FrameMaker nicht allein im Raum, sondern ist auf passende Tools angewiesen. Daher gibt mein Beitrag bei der tekom Regionalgruppe Nürnberg auch einen Überblick über Software, die FrameMaker-basierte Prozesse ergänzen kann.

Die Veranstaltung findetfand statt am 25.2.2010 ab 18 Uhr bei

VCS Video Communication Systems AG, Bosch Group
Nordring 69
90409 Nürnberg

und ist kostenlos; es wird um eine Anmeldung bei abortolot@gmx.de gebeten, damit der Platzbedarf abgeschätzt werden kann.

Nachwirkung

Nach meiner Präsentation kam die Frage auf, ob FrameMaker 9 denn nun auch fernöstliche Zeichen in Dateinamen im Buch darstellen könnte? Beim Live-Versuch einer Umbenennung einer Datei im FrameMaker-Buch scheiterte das. Aber prinzipiell geht es, vielleicht eben nicht Umbenennung, aber doch die Anzeige des Dateinamens (a) genauso wie des ersten Absatzes (b).

Vortragsbewertungen tcworld 2009

Heute kamen die Vortragsbewertungen zur tekom-Herbsttagung 2009, deutlich später als in den vergangenen Jahren — mit der Ausnahme 2008, als sie ausfielen. Auf Basis des neuen Bewertungsschemas (anklicken für eine etwas größere Darstellung) mit Werten zwischen 1 = sehr gut und 7 = sehr schlecht freue ich mich ganz außerordentlich über Durchschnitte zwischen 1 und 2. Vielen herzlichen ♥ Dank für Ihre Wertschätzung!

XPath: XML-Dokumente effizient nutzen

Teilnehmerzahl: 65 (1 = sehr gut / 7 = sehr schlecht)

Referent/in Gesamteindruck: 1,17
Inhalt (Durchschnitt): 1,77
Qualität (Durchschnitt): 1,29
Neutralität (Durchschnitt): 1,79
Gesamtbewertung (Durchschnitt): 1,33

Typographie in chinesischen, japanischen, koreanischen Texten

Teilnehmerzahl: 80 (1 = sehr gut / 7 = sehr schlecht)

Referent/in Gesamteindruck: 1,32
Inhalt (Durchschnitt): 1,88
Qualität (Durchschnitt): 1,37
Neutralität (Durchschnitt): 1,70
Gesamtbewertung (Durchschnitt): 1,43

PS: Ich hatte übrigens den Eindruck, der XPath-Vortrag sei stärker besucht gewesen, aber so kann die Raumgröße täuschen.

Qualität

Geht es Ihnen auch so? Als »knowledge worker« kann ich meinen Kopf ja nicht abschalten, nur weil eine Uhr 17:30h anzeigt und es Freitag ist. Und so begegnen mir auch in der Freizeit Dinge, die mich an meine Berufstätigkeit erinnern. Zum Beispiel heute Vormittag in einem Kreuzworträtsel diese wunderschöne Vorgabe:

Konsequenz kontrollierten Anspruchsdenkens

die sich mit ein paar helfenden Buchstaben auflösen ließ zu Qualität. Wunderbar und vielfältig auf den Punkt gebracht, finde ich. Siehe auch