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	<title>Kommentare zu: Zweimal geschütztes Leerzeichen</title>
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	<description>Dokumentations-Technologie</description>
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		<title>Von: Michael Müller-Hillebrand</title>
		<link>http://cap-studio.de/wp/index.php/2010/01/zweimal-geschuetztes-leerzeichen/comment-page-1/#comment-958</link>
		<dc:creator>Michael Müller-Hillebrand</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 16:38:38 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Vielen Dank für diese Präzisierungen! Es unterstützt mich darin, Kunden mit vielen Sprachen zum Ausschalten der Silbentrennung zu raten!&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für diese Präzisierungen! Es unterstützt mich darin, Kunden mit vielen Sprachen zum Ausschalten der Silbentrennung zu raten!</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Gentz</title>
		<link>http://cap-studio.de/wp/index.php/2010/01/zweimal-geschuetztes-leerzeichen/comment-page-1/#comment-957</link>
		<dc:creator>Stefan Gentz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 11:08:26 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;In der MIF-Datei werden beide Zeichen unterschieden, d.h. sie überleben Übersetzungsprozesse.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Da ist dann doch etwas Vorsicht sinvoll. Zumindest bei Trados bis 2007 Suite (8.3) ist das so, da tatsächlich zwischen den beiden Zeichen unterschieden wird:&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://cap-studio.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/framemaker-hardspaces-in-trados.png&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;FrameMaker: Anzeige geschützter Leerzeichen in Trados&quot; width=&quot;328&quot; height=&quot;46&quot; class=&quot;alignnone size-full wp-image-2037&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der &lt;em&gt;internal tag&lt;/em&gt; repräsentiert dabei den &quot;klassischen&quot; Hard Space (hs) via Strg/Ctrl+Leerzeichen. Bei der Rückkonvertierung werden auch beide wieder richtig zurück in die MIF geschrieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In SDL-Trados Studio 2009 sieht das (derzeit noch, Stand Service Pack 1) etwas anders aus. Dort gibt es in den MIF Filter Settings die Option &quot;Sonderzeichen als Text anzeigen&quot;. Ist diese aktiviert, werden die FrameMaker-spezifischen Sonderzeichen nicht mehr als Tags dargestellt, sondern in die entsprechenden Unicode-Zeichen &quot;gemappt&quot;. Das hat zur Folge, dass z.B. der &lt;Char HardSpace&gt; (aus der MIF-Datei) nicht als Tag dargestellt wird, sondern in Unicode \u00A0 (NO-BREAK SPACE) gemappt wird. Nach der Übersetzung werden &lt;strong&gt;alle&lt;/strong&gt; \u00A0 wieder in ein &lt;Char HardSpace&gt; in die MIF-Datei geschrieben, weil das sozusagen der &quot;offizielle&quot; FrameMaker-Hardspace ist. Ergebnis: die &quot;unsichtbaren&quot; Alt+0160 gehen in jedem Fall verloren und werden zu klassischen FrameMaker-Hardspaces.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ähnlich sieht es bei Across aus: Across bis Version 5 E unterscheidet gar nicht zwischen &lt;Char HardSpace&gt; und Alt+0160. Beides wird in Across bei eingeblendeten Sonderzeichen als &quot;°&quot; dargestellt und in der Übersetzung als &lt;Char HardSpace&gt; rausgeschrieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das noch relativ unbekannte &lt;a href=&quot;http://de.kilgray.com/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;MemoQ&lt;/a&gt; &lt;em&gt;[Meine Standnachbarn auf der tekom-Tagung 2009! mmh]&lt;/em&gt; unterscheidet bis Version 3.6.9 übrigens wie Trados ebenfalls zwischen &lt;Char HardSpace&gt; und Alt+0160: &lt;Char HardSpace&gt; wird im Editor als Tag dargestellt, und die Alt+0160-Glyphe bleibt eine solche. Leider zeigt der MemoQ-Editor das Alt+0160-Leerzeichen allerdings nicht an (also nicht wie üblich als °, sondern als normales Leerzeichen). Dass ein geschütztes Leerzeichen vom Übersetzer also in die Übersetzung übernommen wird, möchte ich mal als &quot;extrem unwahrscheinlich&quot; bezeichnen, da er es gar nicht sehen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Generell gibt es aber für die Verwendung von \u00A0 (Alt+0160) das Problem, dass dies von allen übliche Editoren ja nur dann angezeigt wird (üblicherweise als &quot;°&quot;), wenn die Sonderzeichen eingeblendet werden. Erfahrungsgemäß tendieren Übersetzer eher dazu, mit ausgeblendeten Sonderzeichen zu arbeiten (&quot;so kann ich mich besser auf den Inhalt konzentrieren&quot;), was mit schöner Regelmäßigkeit dazu führt, dass die umbruchgeschützten Leerzeichen in den Übersetzungen fehlen. (Irgendwie scheint es sowieso unter Übersetzern ein Massenphänomen zu sein, nicht auf umbruchgeschützte Leerzeichen zu achten — wenn es den überhaupt bekannt ist.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ähnliche Überraschungen hält im Übrigen auch die Trennempfehlung (SOFT HYPHEN, \u00AD) bereit. Die Eingabe Strg/Ctrl+- (Bindestrich) ergibt das altbekannte FrameMaker-Sonderzeichen für die Trennempfehlung (ähnlich dem hochgestelltem T). In die MIF wird dieses als &lt;Char DiscHyphen&gt; rausgeschrieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun kann \u00AD auch via Alt+0173 eingegeben werden. Das erzeugt zwar tatsächlich auch in FM ein Zeichen \u00AD, das so auch in die MIF-Datei geschrieben wird. Allerdings wird das Zeichen &quot;-&quot; immer dargestellt (also auch bei ausgeblendeten Sonderzeichen) und trennt gar nicht bzw. wirkt wie ein umbruchgeschützter Bindestrich (\u2011).&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
  <p>In der MIF-Datei werden beide Zeichen unterschieden, d.h. sie überleben Übersetzungsprozesse.</p>
</blockquote>

<p>Da ist dann doch etwas Vorsicht sinvoll. Zumindest bei Trados bis 2007 Suite (8.3) ist das so, da tatsächlich zwischen den beiden Zeichen unterschieden wird:<br />
<img src="http://cap-studio.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/framemaker-hardspaces-in-trados.png" alt="" title="FrameMaker: Anzeige geschützter Leerzeichen in Trados" width="328" height="46" class="alignnone size-full wp-image-2037" /><br />
Der <em>internal tag</em> repräsentiert dabei den &#8220;klassischen&#8221; Hard Space (hs) via Strg/Ctrl+Leerzeichen. Bei der Rückkonvertierung werden auch beide wieder richtig zurück in die MIF geschrieben.</p>

<p>In SDL-Trados Studio 2009 sieht das (derzeit noch, Stand Service Pack 1) etwas anders aus. Dort gibt es in den MIF Filter Settings die Option &#8220;Sonderzeichen als Text anzeigen&#8221;. Ist diese aktiviert, werden die FrameMaker-spezifischen Sonderzeichen nicht mehr als Tags dargestellt, sondern in die entsprechenden Unicode-Zeichen &#8220;gemappt&#8221;. Das hat zur Folge, dass z.B. der &lt;Char HardSpace&gt; (aus der MIF-Datei) nicht als Tag dargestellt wird, sondern in Unicode \u00A0 (NO-BREAK SPACE) gemappt wird. Nach der Übersetzung werden <strong>alle</strong> \u00A0 wieder in ein &lt;Char HardSpace&gt; in die MIF-Datei geschrieben, weil das sozusagen der &#8220;offizielle&#8221; FrameMaker-Hardspace ist. Ergebnis: die &#8220;unsichtbaren&#8221; Alt+0160 gehen in jedem Fall verloren und werden zu klassischen FrameMaker-Hardspaces.</p>

<p>Ähnlich sieht es bei Across aus: Across bis Version 5 E unterscheidet gar nicht zwischen &lt;Char HardSpace&gt; und Alt+0160. Beides wird in Across bei eingeblendeten Sonderzeichen als &#8220;°&#8221; dargestellt und in der Übersetzung als &lt;Char HardSpace&gt; rausgeschrieben.</p>

<p>Das noch relativ unbekannte <a href="http://de.kilgray.com/" rel="nofollow" target="_blank" class="liexternal">MemoQ</a> <em>[Meine Standnachbarn auf der tekom-Tagung 2009! mmh]</em> unterscheidet bis Version 3.6.9 übrigens wie Trados ebenfalls zwischen &lt;Char HardSpace&gt; und Alt+0160: &lt;Char HardSpace&gt; wird im Editor als Tag dargestellt, und die Alt+0160-Glyphe bleibt eine solche. Leider zeigt der MemoQ-Editor das Alt+0160-Leerzeichen allerdings nicht an (also nicht wie üblich als °, sondern als normales Leerzeichen). Dass ein geschütztes Leerzeichen vom Übersetzer also in die Übersetzung übernommen wird, möchte ich mal als &#8220;extrem unwahrscheinlich&#8221; bezeichnen, da er es gar nicht sehen kann.</p>

<p>Generell gibt es aber für die Verwendung von \u00A0 (Alt+0160) das Problem, dass dies von allen übliche Editoren ja nur dann angezeigt wird (üblicherweise als &#8220;°&#8221;), wenn die Sonderzeichen eingeblendet werden. Erfahrungsgemäß tendieren Übersetzer eher dazu, mit ausgeblendeten Sonderzeichen zu arbeiten (&#8220;so kann ich mich besser auf den Inhalt konzentrieren&#8221;), was mit schöner Regelmäßigkeit dazu führt, dass die umbruchgeschützten Leerzeichen in den Übersetzungen fehlen. (Irgendwie scheint es sowieso unter Übersetzern ein Massenphänomen zu sein, nicht auf umbruchgeschützte Leerzeichen zu achten — wenn es den überhaupt bekannt ist.)</p>

<p>Ähnliche Überraschungen hält im Übrigen auch die Trennempfehlung (SOFT HYPHEN, \u00AD) bereit. Die Eingabe Strg/Ctrl+- (Bindestrich) ergibt das altbekannte FrameMaker-Sonderzeichen für die Trennempfehlung (ähnlich dem hochgestelltem T). In die MIF wird dieses als &lt;Char DiscHyphen&gt; rausgeschrieben.</p>

<p>Nun kann \u00AD auch via Alt+0173 eingegeben werden. Das erzeugt zwar tatsächlich auch in FM ein Zeichen \u00AD, das so auch in die MIF-Datei geschrieben wird. Allerdings wird das Zeichen &#8220;-&#8221; immer dargestellt (also auch bei ausgeblendeten Sonderzeichen) und trennt gar nicht bzw. wirkt wie ein umbruchgeschützter Bindestrich (\u2011).</p>]]></content:encoded>
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