Konsequent publizieren

RainerSturm / pixelio.de

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Ich beschäftige mich vor allem mit der Automation lästiger manueller Tätigkeiten. Statt solche manuellen Schritte immer wieder und möglicherweise auch in allen Übersetzungen wiederholt abzuarbeiten, versuche ich mit meinen Kunden, diese Aufgaben oder den damit verbundenen Zeitbedarf möglichst zu reduzieren. Dazu gibt es in der Regel zwei Ansätze:

  • Im Vorfeld vermeiden; zum Beispiel durch: ein besseres Template, XML-strukturiertes Arbeiten, Training der Mitarbeiter, …
  • Vom Computer erledigen lassen; zum Beispiel durch: bessere Layout-Regeln in der EDD, Finishing-Routinen per FrameScript/ExtendScript, …

Der wirtschaftlich interessanteste Teil ist die Phase nach dem Übersetzungsvorgang, denn hier geht es jetzt nur noch darum, die benötigten Ausgabeformate möglichst schmerzfrei (lies: kostengünstig) zu erzeugen. Früher gab es eigens dafür zuständige Mitarbeiter, heute darf sich der Technische Redakteur auch damit beschäftigen – und es lenkt ihn von seiner Hauptaufgabe ab.

Nachdem die Produktionsschritte im Prinzip immer gleich sind (Verzeichnisse aktualisieren, PDF erstellen, …), ist es dann nicht möglich dies vom Computer erledigen zu lassen? Ja, ist es, wenn Ihre Dokumente XML-basiert erstellt und übersetzt werden: Mit XSLT und XSL-FO können Sie zuverlässig alle derzeit üblichen Ausgabemedien nach einmaliger Programmierung in automatischen Prozessen erstellen lassen!

Bei der Erstellung von Online-Medien – also meist HTML in irgendeiner Verpackung – haben wir uns daran gewöhnt, das finale Aussehen vorher nicht zu kennen, da der Anwender sein Browserfenster eben so breit oder schmal machen kann, wie es ihm oder ihr beliebt. Bleibt die Erstellung von PDF-Dokumenten. Im Unterschied zu den Online-Medien kennen wir hier die Seitenbreite genau und auf einmal sind wir alle Experten für den optimalen, den richtigen Seitenumbruch. Wirklich?

Warum also lassen wir auch diese Arbeit nicht einfach komplett vom Computer erledigen? Warum liegt uns diese letzte Eingriffsmöglichkeit mit einem DTP-Programm so am Herzen?

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Ein Kommentar zu Konsequent publizieren

  1. Stefan Eike sagt:

    Ich glaube nicht, dass jemand an DTP-Programmen, bzw. Layoutarbeit, hängt. Eine vollautomatische Publikation ist leider (und wird auch immer) von entsprechend geeigneten Daten abhängen. Ist das Seitenformat < DINA4, sind die Bilder unterschiedlich groß, spielt die Seitenzahl eine Rolle, müssen Texte mit Tabellen gelayoutet werden (da sie nicht floaten), ist der optische Anspruch hoch, (…), ist DTP leider immer noch eine notwendige Krücke.

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